Unterstützungskasse

Bei Direktversicherungen gelten besondere Regeln: Einzahlungen sind in unbegrenzter Höhe steuerfrei, was die Unterstützungskasse besonders für Gutverdiener attraktiv macht. In der Regel finanziert der Arbeitgeber die Beiträge, aber Arbeitnehmerbeiträge sind auch möglich.

Zusatzbausteine wie Absicherung bei Invalidität oder Schutz der Angehörigen bei Todesfall des Arbeitnehmers sind möglich. Wenn eine Beitragsrückgewähr vereinbart wird, erhalten die Angehörigen zum Beispiel die bisher angesparten Beiträge zurück, falls der Sparer vor Erreichen des Rentenalters stirb

Der Arbeitnehmer selbst hat keinen Anspruch auf Leistungen gegenüber der Unterstützungskasse, sondern nur seinem Arbeitgeber gegenüber. Der haftet für die Leistungen, wenn die Kassenmittel nicht ausreichen sollten – und ist deshalb Mitglied im Pensions-Sicherungs-Verein.

So funktioniert die Unterstützungskasse

Bei der Direktzusage und der Unterstützungskasse bleiben die Beiträge steuerfrei – in unbegrenzter Höhe. Das ist der Unterschied zu Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds: Bei der Unterstützungskasse sind auch die Beiträge der Arbeitnehmer in unbegrenzter Höhe steuerfrei. Und bis zu einer Grenze von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (West) sind die Beiträge auch sozialversicherungsfrei. Das sind 3.216 Euro pro Jahr (Stand 2019) oder auf den Monat gerechnet 268 Euro.

In der Auszahlungsphase werden dafür Steuern fällig. Außerdem müssen Betriebsrentner auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Das sind derzeit etwa 17 Prozent.

Vorteile der Unterstützungskasse

  • Höhere Steuerfreiheit in der Ansparphase. Das lohnt sich vor allem für Gutverdiener.
  • In der Regel keine hohen Gebühren oder Vertriebskosten.
  • Gute Möglichkeit, wenn man langfristig einen sicheren Job in einem großen Unternehmen hat.

Nachteile der Unterstützungskasse

  • Wenig flexibel: Man kann die Beiträge bei finanziellen Engpässen nicht senken.
  • Bei einem Jobwechsel besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Mitnahme zum nächsten Arbeitgeber. Arbeitnehmer können die Altersvorsorge oft nur fortsetzen, wenn sie in derselben Branche bleiben.
  • Und die Unterstützungskasse kann auch nicht mit privaten Beiträgen weitergeführt werden.